Die besorgniserregende Rote Liste gefährdeter Pflanzen
Das Gesamtbild, das sich aus den Roten Listen gefährdeter Pflanzen ergibt, ist besorgniserregend.
Bei der am besten erforschten Pflanzengruppe, den Farn- und Blütenpflanzen, scheinen über 60% der Arten in den Roten Listen auf
• 1,2% der ehemals heimischen Farn- und Blütenpflanzen sind in Österreich bereits ausgerottet, ausgestorben oder verschollen (Stufe 0);
• 33,4% sind im gesamtösterreichischen Maßstab aktuell gefährdet (Stufen 1 bis 3);
• Weitere 20,7% sind regional, d.h. in einem, wenn nicht mehreren der großen Naturräume Österreichs
aktuell gefährdet oder verschwunden;
• 5,6% sind wegen ihrer Seltenheit potenziell gefährdet (Stufe 4).
Auch bei Moosen und Flechten zeichnet sich ein ähnliches Bild ab. Bei den Großpilzen und Algen konnte jeweils nur eine Auswahl besser bekannter Arten beurteilt werden, so dass konkrete Aussagen noch nicht möglich sind; die Situation der Algen ist wegen des besonders großen Einflusses der Verschmutzung von Luft und Gewässern zusätzlich verschärft.
Ein besonderer Dank gilt hier Förderern die uns eigenes Fotomaterial zur Verfügung stellen.
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Buschwindröschen (Anemone nemorosa) giftig
Standort:
Das Buschwindröschen kommt überwiegend in Laubwäldern und Gebüschen vor. Es nutzt das Licht, das im Frühjahr durch die noch unbelaubten Baumkronen auf den Waldboden fällt. Die Pflanze braucht humosen, feuchten, frischen Waldboden.
Wirkungsweise:
Die zu den Hahnenfußgewächsen (Ranunculaceae) gehörende Pflanze enthält im frischen Zustand Protoanemonin. Dieser Stoff ist giftig und kann, wenn er mit dem Saft auf die Haut gelangt zu Reizungen und Entzündungen führen. Innerlich kann die Aufnahme von größeren Mengen Protoanemonin Magen - Darm - Reizungen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Nierenreizungen bis hin zu Nierenentzündungen hervorrufen. (Frohne und Pfänder,1997)*
Die Pflanze war früher in der Volksmedizin zur äußerlichen Behandlung von Gelenkbeschwerden, Brustfellentzündungen und Bronchitis von Bedeutung. Heute wird sie als Heilpflanze nur noch in homöopatischen Zubereitungen bei zu starker Menstruationsblutung verwendet. (Schönfelder, 2001)